Haustier Hund - Der Mensch und sein Hund
verfasst am 28.11.2011
Im Laufe der Jahrtausende hat sich zwischen dem Haustier Hund und dem Menschen eine besonders intensive Beziehung entwickelt. Hunde sind domestizierte Wölfe, vom wilden Tier haben sie sich zum perfekten Gefährten des Menschen gewandelt. Diese Anpassung an die menschliche Zivilisation begann bereits vor Tausenden von Jahren. Die ersten Spuren des Zusammenlebens von Mensch und Wolf werden in die Zeit zwischen 25.000 und 18.000 v. Chr. datiert. Es wird vermutet, dass die ersten Gemeinschaften von Mensch und Wolf keinem bestimmten Zweck unterlagen. Doch die Basis für die gemeinsame Geschichte bildeten sicherlich die zahlreichen Gemeinsamkeiten. Denn der Mensch in der Altsteinzeit lebte wie der Wolf auch in sozialen Gruppen mit einer bestimmten Rangfolge. Damit war der allererste Grundstein für die lange Geschichte der Beziehung zwischen Hund und Mensch gelegt.
Am Anfang war der Wolf – Heute ist der Hund oft der Schlüssel zur menschlichen Seele
Das Haustier Hund ist in der Lage, über mehrere Kanäle mit dem Menschen zu kommunizieren. Diese nonverbale Kommunikation läuft über Mimik, Gestik und Berührungsreize ab. Wer seinen Hund gut kennt und aufmerksam beobachtet, kann dessen emotionalen Zustand anhand dieser Botschaften ziemlich genau entschlüsseln. Hunde spiegeln aber auch das Verhalten und die Befindlichkeit ihrer Besitzer wider. Denn sie sind intuitiv dazu in der Lage, unsere Absichten und Gefühle zu erfassen. Auch durch seinen ausgeprägten Geruchssinn liest der Hund im Menschen wie in einem offenen Buch. Denn innerhalb unserer Körperchemie werden aktuelle Gefühle in Gerüche umgesetzt. Aufgrund dieser sensiblen Wahrnehmung werden Hunde sehr erfolgreich in Therapien eingesetzt. Dabei sollen die Hunde auf keinen Fall den menschlichen Kontakt ersetzen, die tiergestützte Thera pie dient eher als Eisbrecher und Brückenbauer zur gestörten Seele eines Menschen.
Das Problem der Dominanz
Es scheint zur Zeit ein Modeproblem zu sein. Viele Hunde werden plötzlich als dominant eingestuft. In den meisten Fällen handelt es sich bei dieser Bewertung um ein grundlegendes Missverständnis in der Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Wenn ein Hund sich unangemessen aggressiv verhält, so kann das viele Gründe haben. So liegen Frustration und Aggression eng beieinander. Ein Hund der ständig frustrierende Situationen erleben muss, neigt viel eher zum Knurren und Beißen. Ist der Hund ausgeglichen und fühlt sich geliebt, dann kommt es erst gar nicht zu solchen bedenklichen Verhaltensformen. Auch Stress kann eine Rolle spielen. Gestresste Hunde reagieren in grenzwertigen Situationen sehr viel eher mit Aggression. Oft ist das Knurren auch eher ein Ausdruck von Angst, als von Aggression. Der Hund fürchtet sich vor etwas und sieht keine andere Alternative, als eine bedrohliche Haltung einzunehmen.

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